16.01.2012 07:50 | Kategorie: Damen 1
Höfen verliert trotz 2-Tore-Führung mit 4:3 gegen die Red Ants Rychenberg-Winterthur

Bittere Niederlage für Höfen.

Der UHC Höfen hat gegen den Schweizermeister die geforderte Trotzreaktion gezeigt und die roten Ameisen mehr gefordert, als denen wohl lieb war. Am Schluss liessen dann aber trotzdem die Höfnerinnen die Köpfe hängen. Dass auch die Red Ants nicht gerade in Hochstimmung waren, lag zum einen am Bewusstsein, dass sie knapp einer unerwarteten Niederlage entgagen sind und zum anderen auch daran, dass ihre Torhüterin Jonna Mäkelä mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden musste. Dies nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Baumann. Der UHC Höfen wünscht an dieser Stelle gute Besserung!

Doch nun zum Spiel: Mit einer 40-minütigen Verspätung (aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Schiripartners für Brändle) wurde die Partie doch noch angepfiffen. Und die Red Ants liessen los, als ob sie die verlorene Zeit wieder wettmachen wollten. Höfen fand sich vor allem in der Defensivenzone wieder. Doch anders als im Hinspiel hielt das Oberländer Bollwerk und die Angriffswelle der Red Ants verebbte. Es war dann Höfen, das einen Tempovorstoss über Schmutz, Thöni und Cattaneo zur 1:0-Führung verwerten konnte. Die Freude darüber wurde aber bereits im Gegenzug sofort wieder gebremst und Höfen erhielt mit dem 1:1 eine Lehrstunde in Sachen: wer nachlässt wird bestraft. Und diese Lektion zeigte Wirkung, Höfen liess nicht mehr locker und ging zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung.

Was sich im zweiten Drittel abspielte liess wohl einige Unihockeykenner mit grosser Verwunderung zurück. Höfen war die spielbestimmende Mannschaft und die Red Ants fanden sich zum Teil über längere Zeit mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Hätte Höfen zu diesem Zeitpunkt den Sack zugemacht, dann... Aber diese Phase der Dominanz verebbte zunehmend und das 3:1 aus Höfener Sicht kam zu einem Zeitpunkt wo die Red Ants wieder etwas die Oberhand hatten. Ärgerlich wurde es für Höfen dann erst, als rund eine Minute vor Schluss die erste Strafe des Spiels gegen Steiner ausgesprochen wurde. Das Box-Play hielt und mit zwei Toren Vorsprung für Höfen wurde das zweite Drittel beendet.

Was in den letzten 20 Minuten geschah war dann für Höfen ganz bitter. Knapp 30 Sekunden waren gespielt und der Vorsprung war auf ein einziges Tor geschrumpft. Was folgten waren fünf Minuten, in denen Höfen den Fokus leicht verlor. Und dies rächte sich sofort. Mit zwei Toren innerhalb von kurzer Zeit konnten die Winterthurerinnen zum ersten Mal in Führung gehen. Nun war es Höfen, das einem Rückstand nachlief. Ein vielversprechender Konter führte zur erwähnten Verletzung von Mäkelä und auch an der eingewechselten Jana Cristianova führte kein Weg mehr vorbei.

Höfen muss also wieder einmal auf einen gelungenen Auftritt zurückblicken, der unbelohnt geblieben ist. Was neben dem Frust auch bleibt ist, dass der eingeschlagene Weg richtig ist und genau so weitergegangen wird.

R.A. Rychenberg Winterthur - UHC Höfen 4:3 (1:2, 0:1, 3:0)

Oberseen, Winterthur. 87 Zuschauer. SR ?/Brändle. Tore: 12. Cattaneo (Thöni) 0:1. 12. Kunz (Dirksen) 1:1. 14. Egli 1:2. 38. Hadorn (Egli) 1:3. 41. Dirksen (Frick) 2:3. 48. Kunz (Dirksen) 3:3. 50. Kokko (Scheidegger) 4:3. Strafen: keine Strafen gegen R.A. Rychenberg Winterthur. 1mal 2 Minuten gegen UHC Höfen.